Institute of Microtraining_Achim Schaller

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Achim Schaller

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Wichtiges für Geschäftsführer, Unternehmer und Organe – persönliche Haftung

Unfälle und Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz entstehen meist durch menschliches Fehlverhalten. Die einzig wirksamen Maßnahmen dagegen sind Schulungen und Unterweisungen, die regelmäßig und praxis- und zielorientiert erfolgen müssen.

Die grundsätzliche Pflicht zur Unterweisung hat der Unternehmer oder der Geschäftsführer, bzw. das Organ der Gesellschaft. Er kann diese Pflicht aber auf direkte Vorgesetzte der einzelnen Mitarbeiter im Rahmen einer schriftlichen Pflichtenübertragung übertragen. Die Vorgesetzten führen Unterweisungen in ihrem Verantwortungsbereich durch. Die Gesamtverantwortung und vor allen die Kontrollpflicht und die Nachweispflicht hat weiterhin der Inhaber oder Geschäftsführer! Hierzu ist ein Prozess notwendig, der Schulungen und Unterweisungen plant und dokumentiert. Sprechen Sie mit uns bevor etwas passiert!
Zur Vorbereitung der Sicherheitsunterweisung können sich Vorgesetzte fachlichen Rat von der zuständigen Fachkraft für Arbeitssicherheit holen. Wenig sinnvoll ist, dass die Fachkraft für Arbeitssicherheit die Unterweisung durchführt. Das ist zwar gängige Praxis, jedoch hat die Unterweisung durch die Vorgesetzten mehr Wirkung.
Der Mitarbeiter baut Vertrauen zum Vorgesetzten auf, wenn der sich um die Sicherheit und den Gesundheitsschutz bei seiner Tätigkeit kümmert. Zudem lernt der Vorgesetzte die Gefahrenpotentiale in seinem Verantwortungsbereich kennen.

Sprechen Sie mit uns arbeitssicherheit@micro-training.com, wir sorgen für die notwendige Fachkompetenz in der Ermittlung von Gefahrenquellen, der Schulung Ihrer Mitarbeiter und der Dokumentation. Warten Sie nicht bis etwas passiert – agieren Sie vorher!

Weitergehende Informationen:

Einige grundsätzliche Dinge

Wichtiges für Sicherheitsbeauftragte

Auch wenn der Sicherheitsbeauftragte in seiner Funktion grundsätzlich keine Verantwortung trägt, hat er in seinem Zuständigkeitsbereich und nach seinen Möglichkeiten Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutz zu unterstützen, den Geschäftsführer und die Vorgesetzten über mögliche Gefahren und Mängel in Kenntnis zu setzen und das Unfallgeschehen zur Kenntnis zu nehmen und daraus wiederrum Empfehlungen der Prävention abzuleiten und Schulungen und Unterweisungen entsprechend an zu passen.

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Rechtliche Grundlagen der Sicherheitsunterweisung

In den folgenden zitierten Gesetzen und Vorschriften ist die Unterweisungspflicht für Unternehmer beschrieben:

  • Arbeitsschutzgesetz (§12)
  • Unfallverhütungsvorschrift DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze und Prävention“ (§4)
  • Betriebssicherheitsverordnung (§9)
  • Gefahrstoffverordnung (§14)

Die Aufzählung ist sicherlich nicht vollzählig. In vielen anderen Vorschriften zum Arbeits- und Gesundheitsschutz findet man ebenfalls Anforderungen zur Unterweisung.

Wann muss die Sicherheitsunterweisung erfolgen?

Unterweisungen sind durchzuführen:

  • Mindestens einmal jährlich
  • Bei der Einstellung vor Arbeitsbeginn
  • Bei Versetzungen an einen anderen Arbeitsplatz
  • Vor jeder neuen Tätigkeit
  • Bei Einstellung von Zeit- oder Saisonarbeitern (auch Ferienjobbern)
  • Anlassbezogen z.B. nach einem Unfall
  • Beim Erkennen einer unsicheren Situation

Speziell der letzte Punkt ist wesentlich zur Unfallvermeidung. Da der Vorgesetzte die Gefahrenschwerpunkte in seinem Verantwortungsbereich kennt, oder besser kennen sollte, kann er sofort reagieren, wenn sich ein Mitarbeiter nicht sicherheitsgerecht verhält, um dann situationsbedingt zu unterweisen.
Das heißt auch, Unterweisen ist ein ständiger Prozess im beruflichen Alltag und kann sich nicht nur auf die oben genannten Punkte beschränken.
Und ganz wichtig, die Vorgesetzten müssen den Arbeitsschutz ihren Mitarbeitern vorleben. So, und nur so wird eine Akzeptanz bei den Mitarbeitern erreicht.

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Wie muss unterwiesen werden?

Das liegt im Ermessen des Unterweisenden. Sie muss jedoch auf verständliche Art und Weise durchgeführt werden, so dass sie von jedem Mitarbeiter verstanden werden. Der Dialog steht sicherlich mehr im Fokus als der Monolog des Unterweisenden. Monologe sind langweilig, machen die Sicherheitsunterweisung zur Pflichtveranstaltung und verfehlen ihr Ziel.
Der Mitarbeiter muss gehört werden zu seinen Problemen am Arbeitsplatz. Auch hieraus können Schutzmaßnahmen abgeleitet werden. Ein Lernerfolg wird dadurch erreicht in dem man die Mitarbeiter aktiv in die Sicherheitsunterweisung einbindet und gemeinsam Lösungen erarbeitet, die dann in den Köpfen der Unterwiesenen bleiben. Vorteilhaft sind auch praktische Unterweisungen.

Multimediaunterweisungen

Multimediaunterweisungen sind gutes Mittel zur Unterstützung von Unterweisungen. Nur darf man den Mitarbeiter hier nicht alleine lassen. Der Mitarbeiter muss die Möglichkeit haben bei seinem Vorgesetzten Fragen zu stellen, wenn er etwas nicht verstanden hat. Daher ist nach jeder Multimediaunterweisung ein persönliches Gespräch zu suchen. Lernkontrollen sind hier ganz hilfreich und vermitteln den Verantwortlichen auch den Wissensstand seiner Mitarbeiter.

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Was (welche Inhalte) sind zu unterweisen?

Zunächst sind die Sicherheitsmaßnahmen zu unterweisen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Tätigkeit des Beschäftigten stehen.
Beispielhaft ist hier zu nennen:

  • Arbeiten am Bildschirmarbeitsplatz
  • Grundlagen der Arbeitssicherheit
  • Arbeiten in der Logistik und im Lager
  • Arbeitsschutz im Außendienst
  • Arbeiten an Maschinen
  • Umgang mit Gefahrstoffen
  • Heben und Tragen, Leitern und Tritte
  • Transportarbeiten
  • Umgang mit elektrischen Geräten

Die Gefährdungen sind zuvor durch eine Gefährdungsermittlung, die der Vorgesetzte durchzuführen hat (mit Unterstützung einer internen oder externen Fachkraft für Arbeitssicherheit), zu ermitteln.